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Aktuelles

GEW-Checkliste zur Landtagswahl

Veröffentlicht: Montag, 02. Oktober 2017

Die GEW Niedersachsen hatte im Vorfeld der Landtagswahl diejenigen politischen Parteien
um Auskunft zu wichtigen bildungspolitischen Fragen gebeten, die bisher im Landtag vertreten
waren oder Chancen haben, in diesen gewählt zu werden. Durch den vorgezogenen Wahltermin
und den daraus resultierenden Zeitdruck musste sich die GEW auf eine überschaubare
Zahl von Fragen beschränken. Diese sollten mit Ja oder Nein beantworten werden – nicht alle
Parteien haben sich jedoch daran gehalten, wie hier zu sehen ist. Die rechtspopulistische AfD
wurde nicht befragt, allerdings gibt es in der Auswertung eine kritische Auseinandersetzung
mit ihrer Bildungsprogrammatik.

Hier die Ergebnisse des Checks.

DGB: Bildung für alle

Veröffentlicht: Montag, 02. Oktober 2017
Am 15. Oktober findet in Niedersachsen die vorgezogene Landtagswahl statt. Für die Beschäftigten in den Bildungseinrichtungen, für Schüler*innen, Studierende und Auszubildende, für Eltern und alle an Bildungsfragen Interessierte geht es dabei um sehr viel. Gerade für uns als GEW ist der Wahlausgang von entscheidender Bedeutung für die weitere Bildungspolitik in Niedersachen. Sei es die Verbesserung der Bezahlung, sei es die Reduzierung der Arbeitsbelastungen, sei es die Fortführung der Bildungsreformen. Dies alles wird nur mit mehr Investitionen in die Bildung in Niedersachsen umzusetzen sein.
 
Die GEW war, ist und wird auch in Zukunft hier der Motor der Entwicklung sein. Dabei ist es gut zu wissen, dass alle Gewerkschaften des DGB unsere Forderungen unterstützen.
Hier ist das Flugblatt der DGB-Gewerkschaften zu „Gute Bildung für Alle“ als PDF-Datei anzuschauen.
 
Es geht bei dieser Wahl um gute Bildung, um eine Verteidigung demokratischer Grundrechte und um eine solidarische Gesellschaft.
„Gute Bildung für Alle“ ist die zentrale Voraussetzung dafür!
 
Die GEW Niedersachsen wünscht allen, die jetzt Ferien oder Urlaub haben, eine erholsame Zeit.
Allen wünschen wir eine gute Wahl!

GEW: Kraftanstrengung für mehr Lehrkräfte nicht länger aufschieben

Veröffentlicht: Montag, 31. Juli 2017

Pressemitteilung vom 12. Juli 2017

Mit Blick auf die Studie „Demografische Rendite adé“ der Bertelsmann-Stiftung fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine energische Kraftanstrengung zur Sicherung des Lehrkräfte-Nachwuchses. „Die heute veröffentlichte Studie zeigt eindringlich, was, Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitungen und Personalräte an vielen Orten in Niedersachsen und ganz Deutschland erfahren: Es wird immer schwieriger, die steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern mit qualifizierten Lehrkräften zu versorgen“, sagte der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt. „Es muss jetzt schnell gehandelt werden. Es ist spät, doch nicht zu spät, die Probleme anzugehen. Klar ist jedoch: Ohne mehr Geld für Bildung – für Lehrkräfte, für eine Verbesserung des Studienangebots, für weiteres pädagogisches Fachpersonal sowie  die Sanierung und den Ausbau von Schulgebäuden – wird das nicht funktionieren“, mahnte er.

 

Besonders an Grundschulen, Haupt- und Realschulen sei der Mangel an Lehrkräften gravierend. Die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth fordert deshalb, die Lehrkräfte an allen Schularten gleich gut zu bezahlen. Derzeit verdienen Lehrkräfte an Grundschulen, Haupt- und Realschulen 400 bis 600 Euro weniger als die Gymnasiallehrkräfte. „A 13 Z / E13 für alle muss zum 1.8. 2018  kommen.“ Nur wer dieser Forderung nachkomme, meine es ernst damit, gegen den Mangel an Lehrkräften vorzugehen, sagt Laura Pooth mit Blick auf die Landtagswahlen.

 

Brandt warnte davor, den Lehrkräftemangel allein auf die Zuwanderung zu schieben. „Die Kinder von Einwanderern – Arbeitsmigrantinnen und –migranten wie Geflüchteten - sind nur ein Baustein in einer komplexen Situation.

Insbesondere die Pensionierungswelle, das überdurchschnittliche altersbedingte Ausscheiden vieler Lehrkräfte, ist den Verantwortlichen lange bekannt. Die GEW Niedersachsen hatte bereits im Jahr 2009 eine Studie von Prof. Klaus Klemm vorgelegt, die auf die drohende Personallücke durch die Pensionierungswelle verwies. Jährlich waren 4.200 Neueinstellungen nötig, die Zahl der Hochschulabsolventen lag aber nur bei 2.300. Die Regierung Wulff hatte dagegen erklärt: „Die Nachwuchsplanung für Niedersachsen Lehrkräfte ist langfristig abgesichert.“

 

Die schwarz/gelbe Landesregierung hatte die Anzahl der Studienplätze deutlich reduziert. Diese Fehlentscheidung muss korrigiert werden. „Es wird Zeit, dass in Göttingen und Hannover wieder für alle Schulstufen und Schulformen ausgebildet wird und dass die kleinen Hochschulstandorte (Hildesheim, Vechta und Lüneburg) aufgewertet werden“, erklärt der GEW-Landesvorsitzende.

Die Abbrecherquote von 40 Prozent, auf die Prof. Klemm 2009 hingewiesen hatte, ist nach wie vor eine der Hauptursachen für den strukturellen und aktuellen Nachwuchsmangel. „Das Wissenschaftsministerium hat bis heute alle GEW-Vorschläge zur Verbesserung der Studiensituation und der Lehrende im Lehreramtsstudium in den Wind geschlagen.“ kritisiert Eberhard Brandt.

 

Die heute vorgelegte Studie berücksichtigt nicht den zusätzlichen Personalbedarf für Sprachförderung, Inklusion und Ganztagsangebote. Die GEW warnt vor Abstrichen in diesem Bereich, wie sie der CDU-Spitzenkandidat Althusmann angekündigt hat.


 

V.i.S.d.P.:

Heidemarie Schuldt

Geschäftsführerin
 

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